Das Magazin „Journalist“ hat in einer Datenanaylse die Facebook-Beiträge deutscher Medienhäuser aus den vergangenen anderthalb Jahre ausgewertet. Der Datenjournalist Marvin Milatz hat dabei auch das Thema Videos betrachtet. „Bilder und Videos bringen anteilig mehr Shares. Die Medienhäuser folgen der Verlockung und produzieren neue Videoformate. Besonders WeltN24 hat dafür viel Geld in die Hand genommen“, analysiert Milatz.

Hohe Anteile an Shares

Anhand des Beispiels aus dem Hause Springer lässt sich gut das Potential von Videos bei Facebook zeigen. Das Web-Team bei WeltN24 produziert jeden Tag vier bis fünf Videos für Facebook und die anderen Social-Media-Kanäle. Dadurch ist der Anteil an Shares entsprechend hoch. Oft mache dieser Anteil mehr als ein drittel aller eingespielten Shares aus.

Um die Videos zu produzieren wurde im Februar 2016 ein Web-Video-Aktuell-Team gegründet. Dieses kann auf Agenturmaterial, aber auch eines und zugekauftes Videomaterial zugreifen. Außerdem kann das Team das eigene Studio für Live-Interviews nutzen. So gibt es seit einer Weile die Sendung „Welt kompakt Live“. Eine interaktive Sendung, produziert mit Fernsehtechnik. Für viele Verlage sind solche Produktionsbedingungen noch weit weg. „Sie eint ein Problem. Sie wissen um die Vorteile neuer Videoformate, so der gemeinsame Tenor, würden auch gerne mehr machen, doch ihre Häuser sind noch äußerst printlasig unterwegs“, so die Bilanz im Journalist.

Wie könnte solch eine Professionalisierung stattfinden?

Generell gilt in dem Bereich der (Live)Videos: Ohne zusätzliche Investitionen ist hier kaum etwas zu machen. Das gute ist aber, das die benötigte Technik in den vergangenen Jahren deutlich günstiger geworden ist. Und der Schulungsaufwand für Journalisten ist ebenfalls überschaubar.

Neue Technik anschaffen

Es muss nicht gleich ein ganze Studio sein, auch wenn dies sicherlich hilfreich ist wenn regelmäßige Livestreams geplant sind. Eine Grundausstattung aus Kamera, Licht, Mikrofon ist das eine, ergänzt durch Hardware für den Streamupload und mobiles Internet. Contentflow berät Sie gerne bei der Zusammenstellung geeigneter Hardware.

Teams schaffen

Livestreams sind immer Teamarbeit. Auch wenn der Reporter draußen durchaus alleine „auf Sendung“ gehen kann, im Idealfall gibt es jemanden in der Redaktion der sich um die Regie und die Verteilung des Streams kümmert. Je nach Thema ist es natürlich nicht verkehrt auch vor Ort ein bis zwei Personen zu haben, und zwar für Kamera, Ton und die Datenverbindung. Dies hängt natürlich auch von der eingesetzten Technik und den Rahmenbedingungen ab. Wichtig ist, die entsprechenden Workflows zu üben. Contentflow bietet dafür entsprechende Seminare an.