Es ist ein Megaprojekt, was aber überwiegend im Verborgenen stattfindet: Der weltweit stärkste Röntgenlaser European XFEL in Hamburg. Mit dem Contentflow-Livestream wurde der Laser jetzt überall auf der Welt sichtbar. Die Live-Übertragung schauten sich Wissenschaftler und Interessierte rund um den Globus an. Dabei war der Livestream das, was auch das ganze Projekt war: eine technische Herausforderung.

Unter der Erde, zwischen Hamburg-Bahrenfeld und Schenefeld in Schleswig-Holstein verläuft die Strecke für den Laser. Und von hier musste auch das Bildsignal an die Contentflow-Software übergeben werden. Dies erforderte im Vorfeld einiges an Planung und Vorbereitung, souverän umgesetzt vom Contentflow-Team, um den Livestream in der gewohnt brillianten Bildqualität zu den Zuschauern zu bringen.

Nach den acht Jahren Bauzeit waren 800 geladene Gäste aus dem In- und Ausland nach Hamburg gekommen. Bei der Eröffnung vor Ort waren die Wissenschaftsminister und weitere hochrangige Gäste aus ganz Europa vor Ort, gemeinsam starteten sie den Forschungsbetrieb mit den ersten Experimenten. Durch den Stream und die anschließend zur Verfügung stehende Videodatei wurde dieser besondere Moment nicht nur übertragen, sondern auch dauerhaft festgehalten. Das Video gibt es hier zu sehen. Wie die Statistik zeigte verfolgten Zuschauer aus mindestens 17 verschiedenen Ländern das Ereignis im Livevideo.

Viel Interesse – online und offline

Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, betonte bei der Eröffnung, wie wichtig die internationale Forschungseinrichtung ist: „Mit dem European XFEL ist eine weltweit einzigartige Anlage der Spitzenforschung entstanden, die bahnbrechende Erkenntnisse über die Nanowelt verspricht. Die Basis für die Innovationen von morgen wird durch die Grundlagenforschung von heute gelegt.“

In der Hamburger Innenstadt war bereits einige Tage vor der Eröffnung ein Laserstrahlen zu sehen. Dieser strahlte von der Elbphilharmonie, der Universität Hamburg, der HAW Hamburg, der Hamburger Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und dem Planetarium zum European XFEL in Schenefeld herüber. Damit begrüßt die Stadt Hamburg die internationale Forschungseinrichtung in der Metropolregion. Prof. Robert Feidenhans’l, Direktor European XFEL, sagte dazu: „Wir freuen uns über das strahlende Willkommen aus Hamburg. Die Lichtinstallation macht für einige Tage auf das aufmerksam, was sonst für die meisten Menschen unter der Erde unsichtbar ist: Auf eine Elbphilharmonie der Wissenschaft, die im Konzert mit den anderen Forschungseinrichtungen der Metropolregion international neue Maßstäbe setzen kann.“

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